Discussion:
Ein alter Fall
(zu alt für eine Antwort)
Lothar Frings
2017-01-09 14:20:29 UTC
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Raw Message
Folgendes ist wirklich passiert, allerdings
fast 40 Jahre her: Ein Bekannter von mir hatte
einen schweren Autounfall, bei dem sein rechtes
Bein (Unterschenkel) stark zertrümmert wurde.
Im Krankenhaus wollte man amputieren. Zum Glück
war zufällig ein Arzt aus einem Krankenhaus
in einer anderen Stadt da, der wegen eines anderen
Falles gekommen war. Der hat das Bein operiert,
und es war hinterher fast wieder wie vorher.
"Fast" bedeutet: schwächer als das linke und
wenn man sehr genau hinschaut, sieht man ein
ganz leichtes Hinken, da muß man aber schon
wissen, was los ist.

Meine Frage jetzt: Der Unterschied zwischen
amputieren und leichtem Hinken ist eigentlich
so groß, daß man ihn nicht dem Zufall
überlassen sollte. Wie sieht es heute aus?
Bliebe der Ausgang des Ganzen heute auch
dem Zufall überlassen, oder gibt es Datenbanken
mit Spezialisten o. dgl.?
gunther nanonüm
2017-01-20 18:07:47 UTC
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Raw Message
Post by Lothar Frings
Bliebe der Ausgang des Ganzen heute auch
dem Zufall überlassen, oder gibt es Datenbanken
mit Spezialisten o. dgl.?
Hi,
wieso? Ermessensfrage. Der (hüppotetische) 3.Fall läge inzwischen hypsch
komplett und adrett unterm grienen Grase, auf dem Friedhof, kurz nach der OP
an Fettembolie oder Sepsis verreckt...Amputation hat höhere
Überlebenswahrscheinlichkeit, puzzeln aber macht manchen Chirurgen mehr
Spaß. Legen die das Messer weg, räumen andere den Tisch a...äh...fragt sich
eben, ob Du in der Lage auch blind auf die Nach-OP-Versorgung besagter
Fremdklinik vertraut hättest. Vielleicht hatte der versagte Amputant gute
Gründe für den Griff zur Säge? Ich weiß z.B. in einer ziemlich bekannten
Klinik eine "Schwester Naja"...ohne Scherz, amputieren lohnt sich da.
Hauptsache Du kommst rechtzeitig weg...

--
mfg,
guntHer
Max
2017-01-21 21:14:57 UTC
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Raw Message
Post by gunther nanonüm
Post by Lothar Frings
Bliebe der Ausgang des Ganzen heute auch
dem Zufall überlassen, oder gibt es Datenbanken
mit Spezialisten o. dgl.?
Hi,
wieso? Ermessensfrage. Der (hüppotetische) 3.Fall läge inzwischen hypsch
komplett und adrett unterm grienen Grase, auf dem Friedhof, kurz nach
der OP an Fettembolie oder Sepsis verreckt...Amputation hat höhere
Überlebenswahrscheinlichkeit, puzzeln aber macht manchen Chirurgen mehr
Spaß. Legen die das Messer weg, räumen andere den Tisch a...äh...fragt
sich eben, ob Du in der Lage auch blind auf die Nach-OP-Versorgung
besagter Fremdklinik vertraut hättest. Vielleicht hatte der versagte
Amputant gute Gründe für den Griff zur Säge? Ich weiß z.B. in einer
ziemlich bekannten Klinik eine "Schwester Naja"...ohne Scherz,
amputieren lohnt sich da. Hauptsache Du kommst rechtzeitig weg...
Mit anderen Worten:
Sei dein eigener Arzt; dein Doktor ist dein Assistent.

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