Discussion:
Muskelreduzierung als Ursachentherapie?
(zu alt für eine Antwort)
Jochen Gassmann
2003-09-11 12:00:46 UTC
Hallo Group,

Meine Mutter hat seit ca. 1,5 Jahren ständig schmerzen in Muskeln, Gelenken
und einfach nur in den Händen und Füßen. Sie war schon bei ca. 20 ärzten.
Keine Übertreibung! Die bescheinigen ihr mittlerweile eine Therapieresitenz.
Die Psychischen Konsequenzen kann man sich ja ausmalen. Sie ist jetzt 50
Jahre und war immer sportlich aktiv (wandern, radfahren, aquajoggimg).
Deshalb hat sie eigentlich auch kein Fett (schwabbel-Fett).

Bei Untersuchungen zeigen sich immer wieder große Entzündungsherde im
Gelenkbereich und der Lendenwirbel. Aber es wurde weder Reuma, Gicht,
Weichteilreuma oder irgend etwas diagnostiziert. Kein Arzt/Klinik hat eine
Ahnung. Jetzt versuchen sie es mal wieder mit Akkupunktur gegen die
Schmerzen.

Ich habe mir gedacht, das sie bei einer Körpergröße von 165 und einem
Gewicht von 72 zu schwer ist. Das dieses Gewicht ihren ganzen Kreislauf zu
stark belasten. Sie hat aber "nur" Muskeln.
Ich vermute deshalb, dass es ihr ähnlich geht wie einem Body-Builder. Sie
mach Sport und isst viel Fleisch (Eiweis+Protein). Sie betreibt also immer
weiter (sicherlich auch genetisch bestimmt) Muskelaufbau und nicht
Fettaufbau. Das muss anders werden. 15 Pund sind doch sicher bei einer
Ernährungsumstellung drin!

Da ich seit 1994 Vegetarier bin, habe ich ihr jetzt geraten einfach das
gleiche zu machen. Dabei auch auf Schokolade und Speiseeis zu verzichten und
den Körper so zu zwingen weniger Muskelaufbau zu betreiben. Zu viel Muskeln
ist auch nicht gut. Einige Physiotherapeuten haben schon chronische
Muskelversteifungen diagnostizierten. Nach einigen Tagen der Besserung durch
Massagen waren die Schmerzen wieder da.

Über Tpps zum Thema wären meine Mutter und ich sehr dankbar.
Sabine Wolf
2003-09-11 11:37:22 UTC
Post by Jochen Gassmann
Ich vermute deshalb, dass es ihr ähnlich geht wie einem Body-Builder. Sie
mach Sport und isst viel Fleisch (Eiweis+Protein). Sie betreibt also immer
weiter (sicherlich auch genetisch bestimmt) Muskelaufbau und nicht
Fettaufbau. Das muss anders werden. 15 Pund sind doch sicher bei einer
Ernährungsumstellung drin!
Falsche Ernährung kann auf jeden Fall eine Ursache sein, durch zu
eiweißreiche Ernährung können sich Harnsäurekristalle in den Gelenken
ablagern, die zu Schmerzen und Abnutzungen führen.

Sabine
Jochen Gassmann
2003-09-11 14:17:06 UTC
Hallo Sabine,
Post by Sabine Wolf
Falsche Ernährung kann auf jeden Fall eine Ursache sein, durch zu
eiweißreiche Ernährung können sich Harnsäurekristalle in den Gelenken
ablagern, die zu Schmerzen und Abnutzungen führen.
Abnutzungen gibt es wohl keine. Und die Schmerzen sollten erst von den
Venen(Schwäche), dann von den Muskeln (Verengung) und dann von den
Entzündungen in Gelenken kommen. Die Entzündungen wurden bei einem
Röntgenverfahren sichtbar gemacht und sind eindeutig auszumachen. Es schlägt
nur keine Therapie an.

Deshalb denke ich, sollte meine Mutter von grundauf etwas ändern.

Jochen
Gaby Hornik
2003-09-11 20:27:19 UTC
Post by Jochen Gassmann
Meine Mutter hat seit ca. 1,5 Jahren ständig schmerzen in Muskeln, Gelenken
und einfach nur in den Händen und Füßen. Sie war schon bei ca. 20 ärzten.
Keine Übertreibung! Die bescheinigen ihr mittlerweile eine Therapieresitenz.
Die Psychischen Konsequenzen kann man sich ja ausmalen. Sie ist jetzt 50
Jahre und war immer sportlich aktiv (wandern, radfahren, aquajoggimg).
Deshalb hat sie eigentlich auch kein Fett (schwabbel-Fett).
Aha.
Post by Jochen Gassmann
Bei Untersuchungen zeigen sich immer wieder große Entzündungsherde im
Gelenkbereich und der Lendenwirbel. Aber es wurde weder Reuma, Gicht,
Weichteilreuma oder irgend etwas diagnostiziert. Kein Arzt/Klinik hat eine
Ahnung. Jetzt versuchen sie es mal wieder mit Akkupunktur gegen die
Schmerzen.
Aha.
Post by Jochen Gassmann
Ich habe mir gedacht, das sie bei einer Körpergröße von 165 und einem
Gewicht von 72 zu schwer ist. Das dieses Gewicht ihren ganzen Kreislauf zu
stark belasten. Sie hat aber "nur" Muskeln.
Muskeln wiegen mehr als Fett. Wie oft trainiert denn deine Mutter
und was? Das Gewicht wuerde ich jetzt mal nicht als so arg
belastend einstufen. Ja, wenn sie mehr als 100 Kilo wiegen wuerde...
Post by Jochen Gassmann
Ich vermute deshalb, dass es ihr ähnlich geht wie einem Body-Builder. Sie
mach Sport und isst viel Fleisch (Eiweis+Protein). Sie betreibt also immer
Eiweiss = Protein. Nimmt sie denn Eiweiss-Shakes zu sich?
Post by Jochen Gassmann
weiter (sicherlich auch genetisch bestimmt) Muskelaufbau und nicht
Fettaufbau. Das muss anders werden. 15 Pund sind doch sicher bei einer
Ernährungsumstellung drin!
Muskeln werden schon abgebaut, wenn man nicht mehr so viel
trainiert.
Post by Jochen Gassmann
Da ich seit 1994 Vegetarier bin, habe ich ihr jetzt geraten einfach das
gleiche zu machen.
Soso. Stimmt, Vegetarier sind spillriger und wiegen nicht soviel. :->
Post by Jochen Gassmann
Dabei auch auf Schokolade und Speiseeis zu verzichten und
den Körper so zu zwingen weniger Muskelaufbau zu betreiben. Zu viel Muskeln
ist auch nicht gut.
Muskeln werden durch Training aufgebaut. Ernaehrung steht da IMHO an
zweiter Stelle. Ich kann nicht einfach viel Eiweiss essen und erwarten,
dass ich dann Muskeln bekomme. Genausowenig kann man die Ernaehrung
aendern, genauso weitertrainieren und hoffen, dass die Muskeln
verschwinden. Falls es so ist, wie du schreibst...
Post by Jochen Gassmann
Einige Physiotherapeuten haben schon chronische
Muskelversteifungen diagnostizierten. Nach einigen Tagen der Besserung durch
Massagen waren die Schmerzen wieder da.
Seit wann erstellen Physiotherapeuten Diagnosen?
IMHO wird es eher Zeit, dass sich deine Mutter mal sportmedizinisch
beraten laesst.

Mfg, Gaby
--
Aus "Andromeda": "One head cannot contain all wisdom."
"The Olduvai Cycle" Systems University Archives
http://www.gabyhornik.de mailto:***@gabyhornik.de
ICQ: 105106979
Kay-U. Hanusch
2003-09-12 21:17:32 UTC
Hallo Gaby
Post by Gaby Hornik
Seit wann erstellen Physiotherapeuten Diagnosen?
IMHO wird es eher Zeit, dass sich deine Mutter mal sportmedizinisch
beraten laesst.
Selbstverständlich stellen Physiotherapeuten auch eine Diagnose. Die
Diagnose beschränkt sich zwar meist auf die funktionellen Zusammenhänge,
aber sie wird gestellt. Ohne eine Diagnose ist eine zielgerichtete
Behandlung überhaupt nicht möglich. Diese funktionelle Diagnostik kann auf
Grund seiner Kenntnisse auch nur der Physiotherapeut erstellen, da der Arzt
weder die Zeit, noch die funktionellen Erfahrungen besitzen kann. Wer das
noch nicht erkannt hat, hat von Physiotherapie keine Ahnung und hat damit im
medizinischen Sektor eine unhaltbare Wissenslücke. :-(

In vielen Instituten, Kliniken, und Universitäten, so wie an unserem
Institut, werden heut zu Tage die Patienten zur diagnostischen Untersuchung
des funktionellen Status zum Physiotherapeuten überwiesen. Der der
Diagnostizierung setzen sich meist der Arzt und Physiotherapeut zusammen und
beraten gemeisam die folgende Behandlung.

Davon abgesehen, sportmedizinische Beratung find ich OK. Zumindest haben die
meisten Sportmediziner mehr Erfahrung mit den funktionellen Zusammenhängen
als die Allgemeinmediziner oder Orthopäden.
Post by Gaby Hornik
Mfg, Gaby
Tsss kopfschüttelnd ...

Gruss

Kay-Uwe Hanusch
Dipl. PT / sGeP
Zur Person: http://www.noelligroetze.ch/privat/index.html

Ingrid Benerts
2003-09-18 00:33:00 UTC
from: ***@veronika.ftn.de (Ingrid Benerts)

Hallo Jochen,
Meine Mutter hat seit ca. 1,5 Jahren staendig schmerzen in Muskeln,
Gelenken und einfach nur in den Haenden und Fuessen. Sie war schon bei
ca. 20 aerzten. Keine Uebertreibung! Die bescheinigen ihr mittlerweile
eine Therapieresitenz.
Dann denke einnal auch an die Fibromyalgie. Sie ist schwer zu erkennen und
nur erfahrenen Rheumatologen isz dieses Krankheitsbild bekannt. Lass Dir
Unterlagen von der Rheumaliga kommen.


.. und Tschuess

Ingrid

Fido: 2:2449/184.24
2:2468/6020.15
E-Mail: ***@veronika.ftn.de
Stefan Fritze
2003-09-12 20:22:52 UTC
Post by Jochen Gassmann
Meine Mutter hat seit ca. 1,5 Jahren ständig schmerzen in Muskeln, Gelenken
und einfach nur in den Händen und Füßen. Sie war schon bei ca. 20 ärzten.
Ich empfehle den sofortigen Verzicht auf sämtliche Milch- und Getreide-
produkte in der Ernährung.

Gruß

Stefan