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Parodontitis: Sinn eines Fach-Zahnarztes?
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Louis Noser
2017-06-12 12:00:07 UTC
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Grüss Euch

Spricht etwas dagegen, dass ich nur noch periodisch eine Zahnreinigung
machen lasse und mir somit den teuren Fachzahnarzt für Parodontitis spare?

Ich habe schon mehr als zehn Jahre Parodontitis (Schwund des
Zahnhaltesapparates).

Ich zahle beim Spezialzahnarzt brav jedes Mal eine hohe Rechnung (+/-
CHF 700.-- je halbes Jahr).

Nun frage ich mich, ob das wirklich sein muss. Mein Arzt kann den
Schwund ja leider nicht stoppen, sondern nur beobachten. So wie ich das
verstanden habe, macht mein Arzt jeweils eine allgemeine Zahnkontrolle
(Karies), eine Parodontitis -Beobachtung und eine Zahnreinigung.

Wäre bei mir eine Zahnreinigung nicht vollkommen genügend? Entweder
fallen bei mir irgendwann ein paar Zähne aus wegen der Parodontitis oder
dann eben nicht. Eine teure Kontrolle könnte ich mir ja doch sparen.

Vielen Dank.

Grüsse
Louis
Helmut Wabnig
2017-06-21 11:52:54 UTC
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Post by Louis Noser
Grüss Euch
Spricht etwas dagegen, dass ich nur noch periodisch eine Zahnreinigung
machen lasse und mir somit den teuren Fachzahnarzt für Parodontitis spare?
Ich habe schon mehr als zehn Jahre Parodontitis (Schwund des
Zahnhaltesapparates).
Ich zahle beim Spezialzahnarzt brav jedes Mal eine hohe Rechnung (+/-
CHF 700.-- je halbes Jahr).
Nun frage ich mich, ob das wirklich sein muss. Mein Arzt kann den
Schwund ja leider nicht stoppen, sondern nur beobachten. So wie ich das
verstanden habe, macht mein Arzt jeweils eine allgemeine Zahnkontrolle
(Karies), eine Parodontitis -Beobachtung und eine Zahnreinigung.
Wäre bei mir eine Zahnreinigung nicht vollkommen genügend? Entweder
fallen bei mir irgendwann ein paar Zähne aus wegen der Parodontitis oder
dann eben nicht. Eine teure Kontrolle könnte ich mir ja doch sparen.
Vielen Dank.
Grüsse
Louis
Troll oder nicht Troll, das ist hier die Frage,
die somit beantwortet ist.

w.
Louis Noser
2017-06-21 12:27:17 UTC
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Raw Message
Post by Helmut Wabnig
Troll oder nicht Troll, das ist hier die Frage,
die somit beantwortet ist.
Was an meiner Frage bitte ist trollig?
Warum ist meine Frage "somit beantwortet"?

Die Frage war durchaus ernsthaft gemeint.

Aber wenn Du meinst...
Helmut Wabnig
2017-06-21 14:33:24 UTC
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Post by Louis Noser
Post by Helmut Wabnig
Troll oder nicht Troll, das ist hier die Frage,
die somit beantwortet ist.
Was an meiner Frage bitte ist trollig?
Warum ist meine Frage "somit beantwortet"?
Die Frage war durchaus ernsthaft gemeint.
Aber wenn Du meinst...
Jaja, ich meine es ernst.

w.
Louis Noser
2017-06-21 21:37:07 UTC
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Hallo
Post by Helmut Wabnig
Jaja, ich meine es ernst.
War eigentlich klar: die Medizin-NG kann man vergessen. Das Usenet geht
wirklich den Bach runter.
Holger Korn
2017-06-21 22:01:44 UTC
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Post by Louis Noser
Spricht etwas dagegen, dass ich nur noch periodisch eine Zahnreinigung
machen lasse und mir somit den teuren Fachzahnarzt für Parodontitis spare?
periodisch also täglich mehrmals?

geht ganz gut - sowohl Zahnseide als auch Bürste funktioniert.
Post by Louis Noser
Ich habe schon mehr als zehn Jahre Parodontitis (Schwund des
Zahnhaltesapparates).
dann sollte die Reinigung periodisch mehrmals täglich durchgeführt werden.
Post by Louis Noser
Ich zahle beim Spezialzahnarzt brav jedes Mal eine hohe Rechnung (+/-
CHF 700.-- je halbes Jahr).
die Reinigung sollte nicht nur halbjährlich, sondern täglich periodisch
durchgeführt werden - unabhängig von den kosten.
Post by Louis Noser
Wäre bei mir eine Zahnreinigung nicht vollkommen genügend? Entweder
Zahnreinigung reicht durchaus aus.
--
]_[ ]_/
]olger ]o\rn ***@gmx.de
Betrügen war schon immer eine Kunst. Seit einiger Zeit ist es auch eine
Wissenschaft (Federico di Trocchio)
Louis Noser
2017-06-22 07:53:14 UTC
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Hallo
Post by Holger Korn
Post by Louis Noser
Spricht etwas dagegen, dass ich nur noch periodisch eine Zahnreinigung
machen lasse und mir somit den teuren Fachzahnarzt für Parodontitis spare?
periodisch also täglich mehrmals?
geht ganz gut - sowohl Zahnseide als auch Bürste funktioniert.
Sorry, Begriffsverwirrung.

"Zahnreinigung" beim Zahnarzt heisst für mich, dass er mir
irgendwelchen Schleifwerkzeugen die oberste Schicht des Schmelzes
bearbeitet und so den Schmutz, den mal mit der Zahnbürste nicht weg
kriegt, entfernt.

Grüsse
Louis
Holger Korn
2017-06-22 19:43:59 UTC
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Post by Louis Noser
Sorry, Begriffsverwirrung.
"Zahnreinigung" beim Zahnarzt heisst für mich, dass er mir
irgendwelchen Schleifwerkzeugen die oberste Schicht des Schmelzes
bearbeitet und so den Schmutz, den mal mit der Zahnbürste nicht weg
kriegt, entfernt.
Für die Zwischenräume ist Zahnseide ideal.

und da inzwischen (fast?) jede Zahncreme mit solchen Schleifpartikeln
(das kommt dann im Zusammenhang mit Nano-Plastik in den Medien) wird der
belag ja entsprechend entfernt.
--
]_[ ]_/
]olger ]o\rn ***@gmx.de
Bisher haben viele versucht, das Problem der vorzeitigen Ejakulation zu
lösen, indem sie einfach an die Ehefrau zu Hause gedacht haben. (Harald
Schmidt)
Thomas Hochstein
2017-06-25 11:28:12 UTC
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Post by Holger Korn
Post by Louis Noser
Spricht etwas dagegen, dass ich nur noch periodisch eine Zahnreinigung
machen lasse und mir somit den teuren Fachzahnarzt für Parodontitis spare?
[...]
Post by Holger Korn
geht ganz gut - sowohl Zahnseide als auch Bürste funktioniert.
Gemeint ist damit offenkundig eine sog. "professionelle
Zahnreinigung", d.h. die Entfernung auch harter Beläge, die im Ggs. zu
weichen Belägen weder mit Zahnseide noch mit Bürste entfernbar sind.
Holger Korn
2017-06-25 20:39:54 UTC
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Post by Thomas Hochstein
Gemeint ist damit offenkundig eine sog. "professionelle
Zahnreinigung", d.h. die Entfernung auch harter Beläge, die im Ggs. zu
weichen Belägen weder mit Zahnseide noch mit Bürste entfernbar sind.
Zahnsteinentfernung wird sogar von der gesetzliche Kasse bezahlt.
--
]_[ ]_/
]olger ]o\rn ***@gmx.de
Frauen: austauschbare Werkzeuge zu einem stets gleichen Vergnügen.
Marcel Proust
Falk Dµebbert
2017-06-28 16:48:23 UTC
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Post by Holger Korn
Zahnsteinentfernung wird sogar von der gesetzliche Kasse bezahlt.
Genau wie Homöopathie.

Falk D.
Holger Korn
2017-06-28 22:21:35 UTC
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Raw Message
Post by Falk Dµebbert
Post by Holger Korn
Zahnsteinentfernung wird sogar von der gesetzliche Kasse bezahlt.
Genau wie Homöopathie.
da trennt sich die Spreu vom Weizen



Zahnsteinentfernung zeigt Wirkung - Zuckerkugeln zeigen nur beim
Diabetiker Wirkung bei ausreichender Menge.
--
]_[ ]_/
]olger ]o\rn ***@gmx.de
Nullen sollten schon deshalb ernstgenommen werden, weil schon eine
einzige deine Schwierigkeiten verzehnfachen kann... (Zitat: Ron
Kritzfeld, dt. Chemiekaufmann, geb. 1921)
Volker Englisch
2017-06-26 16:48:53 UTC
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Post by Louis Noser
Ich habe schon mehr als zehn Jahre Parodontitis (Schwund des
Zahnhaltesapparates).
Ähm, Parodontitis ist eine Entzündung, und das Ziel der Therapie sollte
eigentlich sein, selbige und somit den Schwund zu stoppen. Zehn Jahre
ist dafür sehr lang.
Post by Louis Noser
Ich zahle beim Spezialzahnarzt brav jedes Mal eine hohe Rechnung (+/-
CHF 700.-- je halbes Jahr).
Das scheint mir für eine übliche PZR sehr heftig zu sein. Kann es sein,
dass bei dieser Behandlung mehr gemacht wird, z.B. unterhalb des
Zahnfleischrandes behandelt?

IMO sollte eine Therapie bei Parodontitis zeitlich enger begrenzt, und
notfalls unter Zuhilfenahme eines Antibiotikums und ordentlicher
Compliance des Patienten in den Griff zu bekommen sein.
Post by Louis Noser
Nun frage ich mich, ob das wirklich sein muss. Mein Arzt kann den
Schwund ja leider nicht stoppen, sondern nur beobachten.
Das passt zwar zu den zehn Jahren, würde aber heissen, dass die
Parodontitis austherapiert ist.
Post by Louis Noser
Wäre bei mir eine Zahnreinigung nicht vollkommen genügend? Entweder
fallen bei mir irgendwann ein paar Zähne aus wegen der Parodontitis
oder dann eben nicht.
Also, wenn es nur noch um das frühere oder spätere Ausfallen von Zähnen
geht, würde ich mir die 700 Franken sparen. Lieber wäre *mir*
allerdings, ich bekäme eine Therapie, die das Fortschreiten der
Krankheit stoppt.

Ich bin allerdings kein Zahnarzt, nur erfahrener Patient ;-)

V*
Louis Noser
2017-06-26 21:04:32 UTC
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Raw Message
Hallo
...und das Ziel der Therapie sollte
eigentlich sein, selbige und somit den Schwund zu stoppen. Zehn Jahre
ist dafür sehr lang.
Der Schwund kann laut meinem Zahnarzt nicht gestoppt werden. Nur
verlangsamt. Ich mache schon alles, um die Bakterien, die den Schwund
verursachen, zu eliminieren. Jedenfalls das, was mir der Zahnarzt
empfohlen hat (Inderdental-Bürstchen, Fluorid-Mundwasser, Zahnreinigung
mit Handbürste, entgegen des Rats des Zahnarztes auch noch Zahnseide).
...Kann es sein,
dass bei dieser Behandlung mehr gemacht wird, z.B. unterhalb des
Zahnfleischrandes behandelt?
Nein. Aber im Preis inbegriffen ist eine Karieskontrolle, Beobachtung
der Paradontitis, Zahnreinigung mit Anästhesie (es schmerzt sonst zu
stark wegen der freiliegenden Zahnhälse). Und ich wohne in der Schweiz,
was den Preis auch erklären könnte.
IMO sollte eine Therapie bei Parodontitis zeitlich enger begrenzt, und
notfalls unter Zuhilfenahme eines Antibiotikums und ordentlicher
Compliance des Patienten in den Griff zu bekommen sein.
Soll ich das meinem Spezialisten sagen? Wäre ja schön, wenn es so
möglich wäre, wie Du sagst. Oder soll ich den Spezialisten wechseln?
(Bei einer der letzten Konsultationen sagte er mir zB. sinngemäss, dass
gewisse meiner Zähne nur noch wenige Millimeter im Knochen stecken.)
Post by Louis Noser
Nun frage ich mich, ob das wirklich sein muss. Mein Arzt kann den
Schwund ja leider nicht stoppen, sondern nur beobachten.
Das passt zwar zu den zehn Jahren, würde aber heissen, dass die
Parodontitis austherapiert ist.
"Austherapiert" heisst hier wohl, dass der Arzt seine Munition
verschossen hat bzw. dass er mit seinem Latein am Ende ist.
...Lieber wäre *mir*
allerdings, ich bekäme eine Therapie, die das Fortschreiten der
Krankheit stoppt.
Ich eigentlich auch. Aber siehe oben.
Ich bin allerdings kein Zahnarzt, nur erfahrener Patient ;-)
Dafür bin ich nur armer Patient. :-)

Grüsse
Louis
Volker Englisch
2017-06-28 16:22:27 UTC
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Hallo,
Post by Louis Noser
...und das Ziel der Therapie sollte
eigentlich sein, selbige und somit den Schwund zu stoppen. Zehn Jahre
ist dafür sehr lang.
Der Schwund kann laut meinem Zahnarzt nicht gestoppt werden. Nur
verlangsamt. Ich mache schon alles, um die Bakterien, die den Schwund
verursachen, zu eliminieren. Jedenfalls das, was mir der Zahnarzt
empfohlen hat (Inderdental-Bürstchen, Fluorid-Mundwasser, Zahnreinigung
mit Handbürste, entgegen des Rats des Zahnarztes auch noch Zahnseide).
Ich würde den Zahnarzt mal darauf ansprechen, warum es nicht möglich
ist, die *Bakterien* mit einer Antibiose zu bekämpfen.
Post by Louis Noser
...Kann es sein,
dass bei dieser Behandlung mehr gemacht wird, z.B. unterhalb des
Zahnfleischrandes behandelt?
Nein. Aber im Preis inbegriffen ist eine Karieskontrolle, Beobachtung
der Paradontitis, Zahnreinigung mit Anästhesie (es schmerzt sonst zu
stark wegen der freiliegenden Zahnhälse). Und ich wohne in der Schweiz,
was den Preis auch erklären könnte.
Ich kenne die Gebührenordnung der schweizer Zahnärzte nicht, aber ein
Implantat eines Zahnes kostet in D in etwas das Doppelte. So teuer kann
es in CH nun auch nicht sein.
Post by Louis Noser
Soll ich das meinem Spezialisten sagen? Wäre ja schön, wenn es so
möglich wäre, wie Du sagst. Oder soll ich den Spezialisten wechseln?
(Bei einer der letzten Konsultationen sagte er mir zB. sinngemäss, dass
gewisse meiner Zähne nur noch wenige Millimeter im Knochen stecken.)
Ehrliche Meinung? Rat bei einem zweiten Spezialisten einholen. Wie soll
das denn weitergehen, wenn die Zähne alle lose sind? Implantate?
Post by Louis Noser
Post by Louis Noser
Nun frage ich mich, ob das wirklich sein muss. Mein Arzt kann den
Schwund ja leider nicht stoppen, sondern nur beobachten.
Das passt zwar zu den zehn Jahren, würde aber heissen, dass die
Parodontitis austherapiert ist.
"Austherapiert" heisst hier wohl, dass der Arzt seine Munition
verschossen hat bzw. dass er mit seinem Latein am Ende ist.
Ja.
Post by Louis Noser
Dafür bin ich nur armer Patient. :-)
Nicht umsonst kommt das Wort von lat. Patiens - geduldig. Viel Glück!

Volker
Louis Noser
2017-06-28 17:42:29 UTC
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Raw Message
Hallo
Post by Volker Englisch
Ich würde den Zahnarzt mal darauf ansprechen, warum es nicht möglich
ist, die *Bakterien* mit einer Antibiose zu bekämpfen.
Gute Hinweis. Danke. Wenn ich's nicht vergesse werde ich ihn fragen.
Aber diese Lösung ist so einfach, dass die Antwort, warum mein Zahnarzt
dies nicht schon längst getan hat, so ernüchternd wie einfach sein wird.

Aber warum schreibst Du Bakterien in Anführungszeichen. Glaubst Du denn
nicht, dass es welche sind, die den Schwund verursachen?
Post by Volker Englisch
Ehrliche Meinung? Rat bei einem zweiten Spezialisten einholen.
Wegen des hohen Preises und der offenbar beschränkten Möglichkeiten, die
Parodontitis einzudämmen, habe ich mich eh schon mal bei einer
hoffentlich günstigeren Dentalhygienikerin angemeldet (die wiederum in
einer Praxis arbeitet, in der es auch eine Kieferorthopädin hat. Mal
schauen, vielleicht kann die ja zaubern. :-) )
Post by Volker Englisch
Wie soll
Post by Volker Englisch
das denn weitergehen, wenn die Zähne alle lose sind? Implantate?
Keine Ahnung. Das besprechen wir wohl, wenn es soweit ist. Damit möchte
ich mich nicht schon jetzt beschäftigen. Wozu auch.

Grüsse
Louis
Volker Englisch
2017-06-29 08:52:43 UTC
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Raw Message
Post by Louis Noser
Aber warum schreibst Du Bakterien in Anführungszeichen. Glaubst Du denn
nicht, dass es welche sind, die den Schwund verursachen?
Ich hatte das Wort Bakterien mit Sternchen *hervorgehoben*, da selbige
im Normalfall auf Antibiotika ansprechen (wenn es nicht gerade MRSA
sind :-) ).

V*
Volker Englisch
2017-06-29 08:58:58 UTC
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Raw Message
Post by Louis Noser
Post by Volker Englisch
Ich würde den Zahnarzt mal darauf ansprechen, warum es nicht möglich
ist, die *Bakterien* mit einer Antibiose zu bekämpfen.
Gute Hinweis. Danke. Wenn ich's nicht vergesse werde ich ihn fragen.
Aber diese Lösung ist so einfach, dass die Antwort, warum mein Zahnarzt
dies nicht schon längst getan hat, so ernüchternd wie einfach sein wird.
Noch etwas zum Durchlesen:

http://www.kzbv.de/behandlung-der-parodontitis.97.de.html

Bezieht sich allerdings auf Deutschland, den unteren Teil kannst Du also
getrost vergessen.

V*
Falk Dµebbert
2017-06-28 19:20:00 UTC
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Raw Message
Post by Volker Englisch
Ich würde den Zahnarzt mal darauf ansprechen, warum es nicht möglich
ist, die*Bakterien* mit einer Antibiose zu bekämpfen.
In der Tendenz, weil der Mund einer permanenten Neu-Infektion durch in
der Nase, sonstigen oberen Atemwege und der Speiseröhre angesiedelten
Bakterien unterliegt.

Das kann man alles auf einmal desinfizieren - nur meist nicht ohne dabei
den Patienten erheblich zu gefährden.

Auf manche Bakterien ist der Mensch nun mal angewiesen und nach einer
Antibiotikatherapie kann keiner sagen, ob der neue dominante
Bakterienstamm weniger schädlich sein wird oder durch Verhaltensmuster
des Patienten wieder der gleiche sich ausbreiten wird.

In der Regel, belässt man es beim Aufräumen der Schäden und letztendlich
bei der Vollgebissprothese, die eine höhere Lebensqualität bietet als
ein Leben mit Mundgeruch und Beschwerden durch die bakterielle Last.

Falk D.
Volker Englisch
2017-06-29 08:50:47 UTC
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Raw Message
Post by Falk Dµebbert
Post by Volker Englisch
Ich würde den Zahnarzt mal darauf ansprechen, warum es nicht möglich
ist, die*Bakterien* mit einer Antibiose zu bekämpfen.
In der Tendenz, weil der Mund einer permanenten Neu-Infektion durch in
der Nase, sonstigen oberen Atemwege und der Speiseröhre angesiedelten
Bakterien unterliegt.
Das kann man alles auf einmal desinfizieren - nur meist nicht ohne dabei
den Patienten erheblich zu gefährden.
Ist die Gefährdung durch die Zerstörung der Mundflora und deren
gezielter Neuaufbau nicht das kleinere Übel? Zehn Jahre Dauerinfektion
setzen dem restlichen Körper auch ganz ordentlich zu.
Post by Falk Dµebbert
Auf manche Bakterien ist der Mensch nun mal angewiesen und nach einer
Antibiotikatherapie kann keiner sagen, ob der neue dominante
Bakterienstamm weniger schädlich sein wird oder durch Verhaltensmuster
des Patienten wieder der gleiche sich ausbreiten wird.
Das ist klar, sollte aber doch im Mundraum ähnlich wie in anderen
Bereichen des Körpers in den Griff zu bekommen sein. Beispiel: Darm
(Intestinalflora).
Post by Falk Dµebbert
In der Regel, belässt man es beim Aufräumen der Schäden und letztendlich
bei der Vollgebissprothese, die eine höhere Lebensqualität bietet als
ein Leben mit Mundgeruch und Beschwerden durch die bakterielle Last.
Nach der Beschreibung des OP ist es jetzt sowieso zuspät, IMHO hätte
das in der Anfangsphase passieren müssen. Und, je nach Alter und
Einstellung des OP, würde ich über eine von Implantaten gehaltene
Prothese nachdenken.

V*
Louis Noser
2017-06-29 10:43:06 UTC
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Raw Message
Hallo
Nach der Beschreibung des OP ist es jetzt sowieso zu spät, IMHO hätte
das in der Anfangsphase passieren müssen.
Wozu ist es jetzt zu spät?
Mit einer Antibiotika-Therapie?
Und warum?
Weil einzelne meiner Zähne, was ich eigentlich nicht recht glauben kann,
gemäss Zahnarzt nur noch wenige Millimeter im Knochen stecken?
Und, je nach Alter und
Post by Volker Englisch
Einstellung des OP, würde ich über eine von Implantaten gehaltene
Prothese nachdenken.
Bis es soweit ist, vergehen hoffentlich noch viele Jahre. Ich bin 52.
Heutzutage doch eher noch jung für eine Prothese.

Grüsse
Louis
Volker Englisch
2017-06-29 16:55:15 UTC
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Permalink
Raw Message
Post by Louis Noser
Nach der Beschreibung des OP ist es jetzt sowieso zu spät, IMHO hätte
das in der Anfangsphase passieren müssen.
Wozu ist es jetzt zu spät?
Mit einer Antibiotika-Therapie?
Und warum?
Weil einzelne meiner Zähne, was ich eigentlich nicht recht glauben kann,
gemäss Zahnarzt nur noch wenige Millimeter im Knochen stecken?
Genau deswegen. Ob das stimmt, würde man beispielsweise auf einem
Röntgenbild sehen.
Post by Louis Noser
Und, je nach Alter und
Post by Volker Englisch
Einstellung des OP, würde ich über eine von Implantaten gehaltene
Prothese nachdenken.
Bis es soweit ist, vergehen hoffentlich noch viele Jahre. Ich bin 52.
Heutzutage doch eher noch jung für eine Prothese.
Absolut. Aber, siehe oben...

V*
Falk Dµebbert
2017-06-29 18:00:24 UTC
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Raw Message
Post by Volker Englisch
Post by Falk Dµebbert
Post by Volker Englisch
Ich würde den Zahnarzt mal darauf ansprechen, warum es nicht möglich
ist, die*Bakterien* mit einer Antibiose zu bekämpfen.
In der Tendenz, weil der Mund einer permanenten Neu-Infektion durch in
der Nase, sonstigen oberen Atemwege und der Speiseröhre angesiedelten
Bakterien unterliegt.
Das kann man alles auf einmal desinfizieren - nur meist nicht ohne dabei
den Patienten erheblich zu gefährden.
Ist die Gefährdung durch die Zerstörung der Mundflora und deren
gezielter Neuaufbau nicht das kleinere Übel? Zehn Jahre Dauerinfektion
setzen dem restlichen Körper auch ganz ordentlich zu.
Mit der Mundflora ist es nicht getan. Die Bakterien kommen
typischerweise auch aus den Nasennebenhöhlen bzw. dort verbleiben immer
Reste.

Wenn Du den Mund desinfizierst, ist er bereits nach wenigen Stunden
wieder voll besiedelt.

Wenn der OP einen HNO mit etwas Zeit für eine genaue Anamnese findet,
könnte man erörtern, ob es Ernährungsgewohnheiten gibt, die bestimmte
Bakterien bevorzugen und ob man durch eine Umstellung etwas erreichen kann.

Oft werden Gesichtsschmerzen und Zahnprobleme durch eine nicht
angegangene Entzündung im Nasenbereich verursacht, die Eitererreger
beherbergt. Die muss nicht mal groß sein.
Post by Volker Englisch
Post by Falk Dµebbert
In der Regel, belässt man es beim Aufräumen der Schäden und letztendlich
bei der Vollgebissprothese, die eine höhere Lebensqualität bietet als
ein Leben mit Mundgeruch und Beschwerden durch die bakterielle Last.
Nach der Beschreibung des OP ist es jetzt sowieso zuspät, IMHO hätte
das in der Anfangsphase passieren müssen. Und, je nach Alter und
Einstellung des OP, würde ich über eine von Implantaten gehaltene
Prothese nachdenken.
Implantate und eine Parodontitis-Vorgeschichte schließen einander aus.

Falk D.
Louis Noser
2017-06-29 20:57:10 UTC
Antworten
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Raw Message
Hallo
Post by Falk Dµebbert
Implantate und eine Parodontitis-Vorgeschichte schließen einander aus.
Weil da nicht mehr genug Knochen ist, wo man das Implantat befestigen
oder anschrauben könnte?
Alternative?
Künstliches Gebiss wie anno dazumal?

Grüsse
Louis
Falk Dµebbert
2017-06-29 21:59:31 UTC
Antworten
Permalink
Raw Message
Post by Louis Noser
Weil da nicht mehr genug Knochen ist, wo man das Implantat befestigen
oder anschrauben könnte?
Weil die Implantate eine ungestörte Wundheilung im Zahnraum
vorraussetzen und das Risiko, dass die eh schon agressiven
Karies-Bakterien den Kieferknochen erwischen ist nicht ohne.
Post by Louis Noser
Alternative?
Künstliches Gebiss wie anno dazumal?
Vollgebisse sind weder unmodern noch zwangsläufig unästhetisch.

Geh zu einem HNO und lass ein Biogramm machen und die Nasennebenhöhlen
abchecken. Lass nach Tonsillolithen und Detrituspfröpfen suchen und
beides entfernen, so vorhanden. Wenn die Mandeln noch drin sind - raus
damit.

Parallel dazu versuche Dich an einem Zuckerverzicht und Erhöhung der
Trinkfrequenz von klarem Wasser mit nix.

Aber das sind alles Aspekte, die Dir Dein HNO-Arzt beleuchten sollte.

Falk D.
Falk Dµebbert
2017-06-28 16:41:59 UTC
Antworten
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Raw Message
Post by Louis Noser
"Austherapiert" heisst hier wohl, dass der Arzt seine Munition
verschossen hat bzw. dass er mit seinem Latein am Ende ist.
Die ehrliche Beschreibung ist: "Behandlungskosten übersteigen den Neuwert."

Falk D.
vne$ (Volker Englisch)
2017-07-30 17:34:04 UTC
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Raw Message
Im Nachgang zu der Diskussion habe ich gerade einen vielleicht
interessanten Artikel gelesen. Ich zitiere mal:

Auf Einladung von Dr. Volker Scholz von der Praxis für sanfte
Zahnheilkunde, fand kürzlich im Hotel Bayerischer Hof ein Vortrag von
Prof. Dr. Ulrich Schlagenhauf von der Universität Würzburg zum Thema
"Ernährung und Paradontitis" statt, zu dem Patienten der Praxis und
Interessierte eingeladen waren.

Bei der Behandlung einer Paradontitis verfolge man heute, sp Professor
Schlagenhauf, in erster Linie die Senkung der Entzündung. "Mundhygiene
und professionelle Reinigung der Zähne, auch fallweise in Verbindung
mit einer Antibiose, bleiben die Grundlage." Der Patient könne aber
nach neuesten Erkenntnissen zum einen durch einen verbesserten
Lebensstil - nicht Rauchen, kein Zucker, weniger ungesättigte
Fettsäuren, weniger Stress - besonders aber durch gezielte
Nahrungsergänzung die Entzündungsneigung des Körpers positiv
beeinflussen.

Zunächst stellte Prof. Schlagenhauf die Bedeutung der negativen
zivilisatorischen Einflüsse auf die Ernährung seit der Steinzeit
hinsichtlich der Zahngesundheit heraus. In Studien konnte gezeigt
werden, dass durch eine Umstellung auf eine solche Ernährung
Entzündungen am Zahnhalteapparat gesenkt werden können. Diese
Entzündungen sind aber auch im Zusammenhang mit einer Dysbiose der
bakteriellen Flora Verursacher einer pathogenen Plaque auf
Zahnoberfläche und in Zahnfleischtaschen, ähnlich den Prozessen bei
einer Arteriosklerose. Diese, wie auch die Diabetes, würden durch eine
unbehandelte Paradontitis negativ beeinflusst, so der Experte.

Ein Weg, dem durch gezielte Ernährung entgegen zu wirken, sind
nitrathaltige Lebensmittel. Schlagenhauf berichtete von einer
Doppelblind-Studie mit Recall Patienten, die über einen Zeitraum von 14
Tagen einen speziellen grünen Smoothie mit hohem Nitratgehalt (z.B.
Rucola, Rote Beete, Rettich) enthielten, der von Professor Schlagenhauf
zusammen mit dem Lebensmittelwissenschaftler Prof. Dr. Reinhold Carle
von der Universität Hohenheim entwickelt wurde. Gingivaindex
(Entzündungszeichen) bei den Smoothie-Patienten hatte sich durch das
Nitrat halbiert und auch der Blutdruck konnte deutlich gesenkt werden.

Der zweite Ansatz geht über spezielle Probiotika (Lactobacilli
Reuteri), die heute in Lutschtabletten zur Verfügung stehen.
Schlagenhauf stellte Studien vor, bei denen Lactobacilli Reuteri
Lutschtabletten in der Abheilungsphase nach mechanischer
Wurzelreinigung den Patienten gegeben wurden. Die Ergebnisse
bestätigten die entzündungshemmende Wirkung des Probiotikums und
gleichzeitig konnte so die Plaque-Neubildung reduziert werden.

[...]

V*

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